Mittwoch, 24. Oktober 2012

We can do better

"Compiled with no warnings.", sagt Sergey und lacht, als ich all meine übrig gebliebenen Russischkenntnisse rauskrame und versuche zu sagen, dass mein Russisch leider sehr schlecht sei. Sergey und Konstantin kommen aus Nowosibirsk und sind wegen der EclipseCon vorbeigeflogen. In Westsibirien gibt es vor allem Wälder mit Wölfen und Wodka, sagen sie fröhlich und gucken mich etwas ungläubig an, als ich sage, ich würde gern mal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok fahren. "It takes a week, you know", meinen sie, und ich muss zugeben, dass ich vielleicht nach der dritten Nacht genug von Wäldern mit Wölfen und Wodka drin haben könnte.

Eine ganze Weile haben auch die Talks heute gedauert. Der erste "We can do better" kommt mir jetzt vor, als hätte er gestern stattgefunden. Egal. Interessant waren die meisten, und einige hatten sogar Entertainment-Potential. Zum Glück hat heute mein Notes nicht gestreikt, und alle Notizen sind noch immer da. Jeweils nur einmal, und sogar noch in der Reihenfolge, in der ich sie hinzugefügt habe.

Auf dem Heimweg mache ich Halt bei La Mamma. Das italienische Ristorante wurde mir vom Hotel empfohlen, nur hatte Mamma gestern Ruhetag. Heute hat La Mamma geöffnet, und während der Hausherr freundlich die Gäste herein bittet, marschiert Mamma mit etwas mürrischem, aber definitiv ehrlichen Gesicht durch den Raum und nimmt in rigorosem Italienisch die Bestellung auf. Auf Lächeln hat sie heute scheinbar keine Lust, dafür summt sie leise, wenn sie wieder am Thresen zurück ist. Das mag ich.

Morgen ist Tag drei und damit Abschluss der EclipseCon, und dann geht auch schon wieder der Flieger zurück ins Brandenburgische.


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